- P. Bengtson (Heidelberg) - ISKRA (Kreideammoniten)
- J. Blau (Giessen) - Crustaceen-Koprolithen
- T. Bode (Göttingen) - Pollen/Sporen des Paläogens
- O. Dietl (Stuttgart) - Paläontologische Sammlung
- W. Kiesling (Erlangen) - Riffe
- W. v. Koenigswald (Bonn) - EUQUAM (Pleistozäne Säugetiere)
- J. Kullmann (Tübingen) - GONIAT (Goniatiten)
- H. Löser (Dresden) - Mesozoische Korallen, Paläozoologische Sammlung
- M. Reich (Greifswald) - Holothurien
- M. Schudack (Berlin) - OSTRA (Ostracoden Oberjura/Berrias)
- T. Steuber (Erlangen) - Rudisten
- F. Wiese (Berlin) - Turonammoniten
Es sind z.T. Details zu den einzelnen Anwendungen verfügbar.
2. Diskussion
2.1. Gründung einer Arbeitsgruppe
Auf Vorschlag von Jürgen Kullmann wird eine freie Arbeitsgruppe zu Datenbanken in der Paläontologie beschlossen.
Die Gruppe tritt wenigstens einmal jährlich (z.B. im Rahmen der Jahrestagung der Paläontologischen Gesellschaft)
zusammen. Geplant sind regelmäßig Berichte über laufende und geplante Projekte. Information und Austausch
von Informationen läuft per Internet und e-mail. Dafür hat Herr Kiesling Platz in einem Verzeichnis des Servers der
Universität Erlangen-Nürnberg angeboten. Dort werden Protokolle und Informationen über geplante und
laufende Projekte gespeichert. Alle Anwender werden in diesem Zusammenhang gebeten, Herrn Kullmann die URL (Adresse)
ihrer Internet-Seite mitzuteilen. Von den Seiten der Arbeitsgruppe werden jeweils Verweise auf diese Seiten gesetzt. Anwender,
die keine Möglichkeit haben, Internetseiten einzurichten, können ihre Daten als ASCII- oder WORD-Dateien an Herrn
Kullmann schicken; Herr Löser übernimmt die Konvertierung nach HTML und bringt die Seiten auf
den Server der Universität Erlangen-Nürnberg.
Herr Bode schlägt vor, in Zukunft eine moderierte Newsgroup einzurichten. Herr Ilg weist auf das PaleoNet hin.
Das nächste Treffen findet im Rahmen der nächsten Jahrestagung der Paläontologischen Gesellschaft in
Zürich statt (Herr Kullmann erklärt sich bereit, mit Herrn Rieber die Modalitäten zu besprechen; dabei wird
angestrebt, diesen Workshop nicht parallel zu anderen Sessions zu veranstalten).
Im Rahmen der Diskussion wird darum gebeten (Frau Dietl, Herr Zeiss), noch einmal laufende Projekte zusammenzutragen und in der "Paläontologie aktuell" zu veröffentlichen. Frau Dietl bittet auch die Anwender, positive und negative Erfahrungen sowie für andere Anwender wichtige Informationen bis zum nächsten Treffen der Arbeitsgruppe bereitzustellen.
2.2. Beantragungs-Strategien
Herr Kullmann berichtet über ein Gespräch mit Herrn Maronde (Deutsche Forschungsgemeinschaft).
Folgende Bedingungen sollten bei Anträgen auf Projekte, die den Aufbau von Datenbanken beinhalten, beachtet werden:
- die Datenbank sollte Bestandteil eines klar definierten Forschungsprojekts sein, für das die Datenbank als unentbehrlich erscheint
- das Projekt muß einen Träger enthalten, der das Datenbankprojekt langfristig fachkundig betreut, um die gebotene Anpassung an neuere technische Entwicklungen rechtzeitig initiieren zu können
- die allgemeine Verfügbarkeit der Datenbank nach Abschluß ist ein unabdingbares Erfordernis.
Dazu wurde von Herrn Steuber ergänzt, daß der Ziel bei dem Aufbau von Datenbanken nicht die Fertigstellung der Datenbank allein sein sollte, sondern die Datenbank sollte als Werkzeug dienen.
2.3. Vermeidung des parallelen Aufbaus von Datenbanken
Von verschiedener Seite (u.a. Herr Bengtson) wurde darauf hingewiesen, daß international kaum bekannt ist, wo und wer Datenbanken aufbaut. Herr Löser weist darauf hin, daß sich innerhalb der Organismengruppe, in der man arbeitet, solche Informationen doch in entsprechenden Newsletters o.ä. leicht abfragen läßt. Herr Kullmann verspricht in Lawrence (Treatise-Kommittee) diese Problematik anzusprechen.
2.4. Eigentumsfragen und Deponierung abgeschlossener Datenbanken
Die Eigentumsfrage von mit öffentlichen Mitteln aufgebauten Datenbanken ist (Aukunft Herr v. Koenigswald) in Deutschland ungeklärt. Es wird angeregt, in Frankfurt (Senckenberg) oder Berlin (Naturkundemuseum der Humboldt-Universität), ein Zentrum zur Verwahrung und Pflege von Datenbanken einzurichten. In diesem Zusammenhang wird die Konvertierbarkeit und Lesbarkeit von Daten diskutiert.
2.5. Einigung in Strukturfragen
Für Datenstrukturen in der Paläontologie liegen mehrere Ansätze vor, jedoch wird von Herr Löser darauf hingewiesen, daß es zwar Grundstrukturen gibt, die für viele Anwendungen gültig sind, aber für spezifische Anwendungen oft Anpassungen und Änderungen notwendig sind; für Datenbanken mit morphologischen Daten ohnehin.
In diesem Zusammenhang wird von Herrn Ilg auf die Datenstruktur PaleoBank (Kaesler, Lawrence) hingewiesen, die zwar lediglich den taxonomischen Bereich abdeckt, aber sehr exakt ist.
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Details zu Anwendern.
Verantwortlich für die Internetseiten und Kontakt:
Hannes Löser (Hermosillo, Mexiko)
Protokoll aufgezeichnet von H. Löser -- Erstellt : 15.12.1998 -- Aktualisiert: 5.11.2001